Saint Lu – die Ösi-Röhre


Endlich der Durchbruch für Luise Gruber alias Saint Lu. Die junge Dame aus Oberösterreich, nun wohnhaft in Berlin, rockt mit ihrer großartigen Stimme seit einigen Wochen durch unsere Charts und wird es sicherlich auch im Ausland zu großem Ruhm bringen.

Denn ihr selbstbetiteltes Album, das am 20. November 2009 erschien, braucht den internationalen Vergleich keineswegs zu scheuen. Schon die erste Single „Don’t Miss Your Own Life“ in dem es darum geht, die eigenen Lebensträume zu verwirklichen und sich nicht nur mit den eigenen Problemen zu befassen, verspricht einiges. Die hübsche Wahl-Berlinerin lebt inzwischen ihren Traum nachdem sie diverse Rückschläge einstecke und unangenehme Erfahrungen sammeln musste.



Bereits mit 14 und 18 Jahren wurden ihr Plattenverträge angeboten, die sie aber dankend ablehnte, als man ihr vorschreiben wollte, wie es zu laufen habe. Die junge Teenagerin wusste halt damals wo es langgehen sollte, schrieb schon mit 13 all ihre Songs selbst, spielte in Bands diversester Musikrichtungen, wollte einfach ihr Ding machen. Frustriert ging sie nach der Schule als Au-Pair nach Texas, lebte anschließend mit Musikern in New York zusammen und kam schließlich nach Europa wieder, wo es kurze Zeit später steil nach oben gehen sollte.

Bei der Casting-Show „Starmania“ flog sie schnell heraus, hatte aber schnell mehr Glück. Sie lernte den Produzenten Patrick Majer kennen und alles ging ganz schnell. Albumproduktion – Teile des Albums wurden unter Mitwirkung von Peter Weihe in den legendären Abbey Road Studios in London aufgenommen – Plattenvertrag bei Warner Music und schon war eine neue Hoffnung am deutschsprachigen Markt erschienen.



Saint Lu, die Janis Joplin als ihr Idol nennt und sich über Vergleiche mit Anastacia freut, thematisiert in ihren Liedern vor allem die Männer. In „Anklebiter“ geht es um „einen Typen, der sich aufführt wie ein Kleinkind“, in „Rockstar Car“ um einen Mann, der unbedingt Sex im Auto haben will, in „What Is That Love?“ besingt sie ein „Männchen, das klammert, verehrt, übertreibt und unfähig ist, die auf Augenhöhe zu begegnen“.




Alles in allem sehr männerlastig, aber stets qualitativ hochwertig.

„Saint Lu“ von Saint Lu erschien am 20. November 2009 bei Warner Music International.

Tracklist:
1. Don’t Miss You Own Life
2. Rockstar Car
3. Love Song
4. Ankle-Biter
5. Here I Stand
6. What Is That Love?
7. All That I Ever Wanted
8. All In One
9. I Say Yeah, You Say No
10. Memory
11. Mister Blow



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Ein Kommentar

  • kevin am 04.05.2010 um 10:04 Uhr:

    hab die gute Lu gestern im Knust in Hamburg gesehen. sie hat geil gerockt. ging auf der bühne gut ab und hatte sichtlich spaß an ihren songs. leider war ihre band ein wenig farblos und spielte alles nur runter. aber wer bock auf n gutes konzert für recht wenig geld hat – hingehen. sie ist gerade auf tour.

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