Rock aus einer anderen Dimension – 30 Seconds To Mars


Die Alternative-Rock-Band 30 Seconds To Mars wurde 1998 vom US-Schauspieler Jared Leto (bekannt aus Filmen wie Fight Club, Requiem For A Dream und Alexander) und seinem Bruder Shannon Leto gegründet. Der Name ihrer Band ist einer Kapitelüberschrift aus dem Thesenpapier eines Harvard-Professors entnommen. Hierin setzte sich der Verfasser mit dem exponentiellen technischem Wachstum und deren Bezug zur Menschheit auseinander, nach welchen wir uns – theoretisch gesehen – nur dreißig Sekunden vom Mars entfernt befinden.

2002 kam ihr selbstbetiteltes Debütalbum raus, was kommerziell kein Riesenerfolg wurde, aber durch das Internet schnell seinen Weg nach Europa fand und somit viele Leute aufmerksam werden ließ. Die für viele damals noch gesichtlose Band hatte einen ganz eigenen Sound, klang nicht wie andere Bands, die damals riesige Erfolge feierten,  und wirkte eher wie ein Kunstprojekt. Die Band nutzt ihre eigene Ikonografie und Symbolik, wobei die Bedeutung der Symbole nicht gänzlich geklärt. Interpretationen, die von Fans verfasst werden, wurde nie bestätigt.



Leitspruch der Band ist der lateinische Spruch „provehito in altum“, was als „Spring vorwärts in die Tiefe (ins Unbekannte)“ oder auch als „Marschiere weiter zu höheren Ebenen.“ übersetzt werden kann.  Der Kontakt zwischen der Band und ihrer eng vernetzten Fangemeinde – genannt „Echelon“ – ist im Internetforum „Acropolis“ sehr eng. Die-hard-Fans werden auch „Mars Army“ genannt, vor allem wenn es neue Veröffentlichungen gibt, die es zu bewerben gibt.

Im Sommer 2005 erschien das zweite Album der Band „A Beautiful Lie“, produziert von Josh Abraham (der auch Klassiker wie „Break The Cycle“ von Staind produzierte). Dies war weltweit ihr Durchbruch – mit der Single „The Kill (Bury Me)“ waren sie auch in Deutschland auf Dauerrotation. Zahlreiche Preise ließen nicht lange auf sich warten.





Lange Zeit musste die Fans dann auf ein neues Album warten.  Die Band und vor allem Jared Leto, der Musik und Schauspielerei streng trennt und nicht möchte, dass die Band wegen seiner Filmkarriere sondern wegen der musikalischen Qualität Achtung erfährt (er sagte sogar schon Auftritte mit der Band ab, weil im Vorfeld das Konzert mit seinem Namen beworben worden war), ließen sich Zeit. Filme wurden gedreht, was der Plattenfirma nicht so gut schmeckte, schließlich hatte die Band gerade einen großen Erfolg und man wollte, dass Leto schnell nachlegte, um das Tor zum Rockstar aufzustoßen. Doch Leto winkt ab: „Ich möchte mich nicht auf eine Sache festlegen und mir geht es auch nicht darum, wer weiß wie viele zu verdienen. Das ist nicht mein Ziel. Ich will mich weiterentwickeln und niemals stehen bleiben.“



Im Dezember 2009 war es dann endlich soweit. „This Is War“ kam in die Läden und sorgte bei Fans gleich für Furore. 12 Songs, die kaum an Power und Pathos zu überbieten sind. Rockhymnen, seichte Rockballaden, viele Klangspielereien, endlose Arme-Hoch-Momente – wortloses Staunen. „Wir haben ein paar tibetanische Mönche ins Studio geladen, die am Anfang und Ende des Albums auftauchen. Dann haben wir unsere Fans bei sogenannten ‚summits‘ zu den neuen Tracks mitsingen lassen und schließlich noch Zitate aus unseren Lieblingsserien und –filmen eingebaut.“, wird Jared Leto zitiert. Zudem kommen noch Gastauftritte von Kanye West und Brandon Flowers von The Killers, die beim Stück „Hurricane“ mitwirkten.



Für das Artwork des Albums hat sich die Band etwas ganz besonderes einfallen lassen. Es soll mit 2000 verschiedenen Covern erscheinen, auf denen sich die Fans des Trios verewigen. „Was das kostet? Darüber denke ich nicht nach – ich möchte nur, dass es etwas Besonderes wird.“





Das hat er erreicht – die Aktion ist genauso besonders, wie seine Band und Musik, was sie bald auf den deutschen Bühnen beweisen werden.

06.März 2010: Düsseldorf – Philipshalle
08.März 2010: Hamburg – Alsterdorfer Sporthalle
17.März 2010: Berlin – Arena Treptow
21.März 2010: München – Zenith, die Kulturhalle








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3 Kommentare

  • pe am 28.01.2010 um 01:11 Uhr:

    Zitat Kevin: “Der Kontakt zwischen der Band und ihrer eng vernetzten Fangemeinde – genannt „Echelon“ – ist im Internetforum „Acropolis“ sehr eng. Die-hard-Fans werden auch „Mars Army“ genannt, vor allem wenn es neue Veröffentlichungen gibt, die es zu bewerben gibt.”

    Umgekehrt wird’n Schuh draus, die Mars Army ist der allgemeine Begriff aller 30StM Fans, das Echelon der harte Kern und Streetteam. Weltweit ;-)

  • Kevin am 28.01.2010 um 17:41 Uhr:

    achso. vertan. sorry. ;)

  • Max am 04.04.2010 um 22:34 Uhr:

    War ja arg ueberrascht, als ich Jared Leto in einer “Rockband” wieder entdeckt habe (zumal er mir vorher nur aus ‘Requiem for a dream’ bekannt war).
    Leider leider find ich die Musik relativ farblos und monoton, aber hey….wem’s gefaellt (will hier keinem auf den String treten ;) )

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